Kampf gegen das Schnarchen – das hilft dagegen


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„Weil du so schnarchst, kann ich nicht schlafen!“
In etlichen Haushalten und Hotelzimmern ist dieser Satz jede Nacht zu hören.
Schnarchen nervt. Doch anstatt frustriert das Bett zu räumen und auf die Wohnzimmer-Couch umzuziehen, sollte gemeinsam nach einer Möglichkeit gesucht werden, das nächtliche Schnarchen zu verhindern.

Schnarchen als gesundheitliches Problem erkennen und bekämpfen

Vorweg: Um herauszufinden, ob es sich um ganz normales Schnarchen oder um eine gesundheitliche Gefährdung handelt, sollte man den Schnarchprozess des Anderen beobachten. Dadurch lässt sich feststellen, zu welcher Art von Schnarchern er oder sie gehört:

  • Nervig, aber normal: Das kompensierte Schnarchen. Kompensiertes Schnarchen ist die am häufigsten auftretende Art des Schnarchens. Dabei sind die Atemwege des Schlafenden verengt. Das störende Schnarchgeräusch ist zu hören. Es ist unangenehm – insbesondere für den Partner – aber nicht gesundheitsgefährdend.
  • Vorsicht ist geboten: Das obstruktive Schnarchen. Im obstruktivem (oder chronischem) Schnarchen zeigen sich deutliche Atembeschwerden. Der Betroffene wird kurzatmig und wacht dadurch häufig auf. Werden regelrechte, sekundenlange Atemaussetzer bemerkt, besteht die Gefahr eines Schlafabnoesyndroms.
  • Wenn nichts hilft: Die obstruktive Schlafapnoe. Wird trotz Protrusionsschiene, Nasenklemme und weiterer Vorkehrungen nächtlicher Radau geschlagen? Dann besteht die Möglichkeit, dass eine Erkrankung vorliegt; die obstruktive Schlafapnoe. Diese Krankheit kann lebensbedrohlich sein, da im Schlaf die Atmung für etwa zehn Sekunden aussetzt. Wer das an seinem Partner beobachtet – oder selbst schnarcht und sich jeden Morgen atem- und kraftlos fühlt – sollte einen Arzt konsultieren. Dieser überprüft den Verdacht unter Aufsicht im Schlaflabor und kann die richtige Therapiemethode feststellen (z. B. eine Atemmaske). Doch keine Sorge. Soweit muss es nicht kommen.

Was kann man gegen das Schnarchen tun?

Es gibt unzählige Mittel gegen Schnarchen. Je nach Schwere des nächtlichen Sägens kann bereits eine Umstellung der eigenen Lebensführung oder Apothekenprodukte wie Nasenpflaster für wenig Geld zu einer Lösung führen.
Gegen leichtes, unregelmäßiges Schnarchen helfen oft schon folgende acht Tipps:

  1.  Den Partner – der ja gezwungenermaßen wach liegt – nach dem eigenen Schnarchverhalten befragen: Wie oft wird geschnarcht? Wie laut? Werden Atemaussetzer beobachtet? Das hilft, um einordnen zu können, wie gefährlich das Schnarchen des Anderen wirklich ist.
  2. Übermäßiger Alkoholkonsum ist nie gut für den Körper. Er bringt die Muskulatur zum Erschlaffen, wodurch es nach einem Partyabend besonders oft zum Schnarchen kommt. Für eine schnarchfreie Nacht sollte mindestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen auf Alkohol verzichtet werden.
  3. Auch das Körpergewicht spielt eine Rolle: Bei Übergewicht legen sich Fettschichten über die Muskeln und können die Atmung erschweren. Ein Doppelkinn kann so in der Rückenlage zu Atemproblemen führen und eine Ursache für Schnarchen sein.
  4. Freie Atemwege helfen gegen Schnarchen. Vor dem Schlafengehen lüften sorgt für feuchte Nasenschleimhäute und hilft beim Durchatmen.
  5. Wer trotzdem schnarcht, sollte seine Nasenscheidewände kontrollieren lassen. Eine angeborene Verkrümmung dieser kann dafür verantwortlich sein zu schnarchen.
  6. In der Seitenlage zu schlafen verhindert vor allem bei Schnarch-Anfängern, dass sich ihr Problem verstärkt.
  7. Auch das richtige Kopfkissen kann die Schlafqualität verbessern – für beide. Ein Nackenkissen wirkt unterstützend und wirkt einem erschlaffenden Unterkiefer entgegen.
  8. Singen hilft gegen leichtes Schnarchen! Durch die Bewegungen wird die Kiefer- und Gaumenmuskulatur trainiert und erschlafft im Schlaf nicht mehr so leicht.

Das sind wirklich wirkungsvolle Anti Schnarch Produkte

Schnelle und unkomplizierte Abhilfe gegen Schnarchen bringen die folgenden Produkte:

• Nasenklammer: Wer aufgrund einer verengten oder verstopften Nase schnarcht, sollte eine Nasenklammer ausprobieren. Die meist aus Kunststoff bestehende Klammer wird in die Nasenlöcher eingeführt, um die Nasenflügel anzuheben. So gelangt deutlich mehr Sauerstoff in die Nase. Andere Modelle werden auf die Nase gesetzt, um das störende Geräusch zu unterdrücken. Diese Modelle verhindern das Schnarchen aber meist nicht. Preislich liegen Nasenklammern bei etwa 10 €.
• Nasenpflaster: Auf den Nasenrücken geklebt, macht ein Nasenpflaster die Atemwege frei und sorgt so für einen erholsamen Schlaf. Eine Packung mit etwa zehn Pflastern ist bereits für wenig Geld in der Apotheke zu haben. Die Wirkung gegen Schnarchen ist jedoch von Anwender zu Anwender verschieden.
• Schnarchschiene: Am nützlichsten gegen Schnarchen hat sich die Schnarchschiene oder Protrusionsschiene erwiesen. Je nach Schwere der Atemwegsverengung wird eine ein- oder zweiteilige Schiene verschieben. Die Schiene wird auf den Kiefer gelegt und unterstützt die Gaumenstabilität. Die Kosten liegen etwa bei 100 – 150 €.
Schnarchen ist und bleibt eine lästige Gewohnheit. Mit dem richtigen Schnarchstopper lässt sich jedoch für den Betroffenen und seinen Partner wieder ein großes Stück Lebens- und Schlafqualität zurückgewinnen.


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